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Bevor das Modell vorgestellt wird, sollen zunächst ein paar Begriffe aus der Wahrscheinlichkeitsrechnung endlicher Wahrscheinlichkeitsräume in Erinnerung gerufen werden.
5.2.1.1: Aus der Definition folgt unmittelbar
Ø)=p(G)+p(Ø)=1+p(Ø)
5.2.1.2: Beispiel: WürfelMan sieht unmittelbar, dass sich dieser Sachverhalt auch mit
Attributen und Bedingungen schreiben lässt: Als Attribut
A1:G->G wählt man die Augenzahl eines Würfelwurfs.
Dann ist X=(A1
{1,3,5}) die Menge der Würfe mit ungerader Augenzahl. Die
Wahrscheinlichkeit kann dann auch so geschrieben werden:
p(X)=p((A1
{1,3,5}))=(1)/(2) . Das Attribut A1 wird dann auch als
Zufallsvariable bezeichnet,
und in der Formel wird die innere Klammer häufig weggelassen.
Würde man nicht nur mit einem Würfel, sondern mit zweien,
einem roten und einem blauen, würfeln, wäre der Grundraum
entsprechend komplizierter. Er bestünde aus allen Paaren aus den
Zahlen 1 bis 6 : G={1,...,6}2={(x,y) | x,y
{1,...,6}} . Bei fairen Würfeln sollte jedes Paar -
also jedes Elementarereignis - gleich wahrscheinlich sein. Bei 36
Paaren ergibt sich also eine Wahrscheinlichkeit von (1)/(36)
Wählt man als Attribut oder Zufallsvariable Ar:G->{1,...,6} die Augenzahl des roten Würfels und als
Ab:G->{1,...,6} die des blauen, ergibt sich z. B. als
Wahrscheinlichkeit für das Ereignis "der rote Würfel
zeigt eine Eins" mit p(Ar=1)=p(
(Ab=i)))=
i=16p((Ar=1)
(Ab=i))=(6)/(36)=(1)/(6) , wie erwartet die Wahrscheinlichkeit, mit einem
Würfel eine Eins zu werfen. In diesem Fall verteilen sich die
Wahrscheinlichkeiten der Augenzahlen des blauen Würfels
gleichmäßig auf die Paare mit einer "roten Eins".
Die Wahrscheinlichkeit jedes Paares ergibt sich so als ein Sechstel der
Wahrscheinlichkeit der "roten Eins" also als
(1)/(6)·(1)/(6)=(1)/(36) . Umgekehrt ist die Wahrscheinlichkeit jedes einzelnen
Paares unter den Paaren mit einer "roten Eins" gerade
(1)/(6) .
Diese Sachverhalte lassen sich folgendermaßen verallgemeinern:
5.2.1.3: Bedingte Wahrscheinlichkeit und Für unabhängige Ergeignisse X,Y
G gilt:

Die bedingte Wahrscheinlichkeit ist also gerade gleich der normalen Wahrscheinlichkeit. D. h. die Wahrscheinlichkeit von X wird dadurch, dass das Auftreten des Ereignisses Y zur Bedingung gemacht wird, nicht beeinflusst.
Weiter ergibt sich aus der Definiton der bedingten Wahrscheinlichkeit
Y)
X)

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