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1.2.3.2: Struktur eines Information-Retrieval-SystemsDie schematische Darstellung eines Informationssystems in Abbildung 10 zeigt nur die Grundstruktur eines Informationssystems. Es kann weitere Wissensbasen enthalten, die dazu dienen, die Kommunikation im oben beschriebenen Sinne zu unterstützen. Sie können z.B. dazu dienen, die Repräsentation der Objekte oder des Informationsbedarfs zu konstruieren, indem sie Weltwissen über die Domäne, in der das Informationssystem arbeitet, enthalten, wie es z.B. häufig in Expertensystemen der Fall ist. Eine Repräsentation kann auch mehrere Repräsentationsformate enthalten, die voneinander abgeleitet werden. (Ein solcher Fall wird im nächsten Abschnitt am Beispiel einer Literaturdatenbank beschrieben.) Dabei gilt aber grundsätzlich, dass die Repräsentationen die Objekte so gut beschreiben müssen, dass sie unterschieden werden können, wenn das nötig ist. Beispiel: Boolesches Retrieval in LiteraturdatenbankenAls Beispiel kann man herkömmliche Literaturdatenbanken betrachten. Sie enthalten Angaben über Artikel und Bücher, wie sie in Abbildung 1 dargestellt sind, nicht aber die Artikel und Bücher selbst. Die Repräsentation der Objekte, also der Artikel, wird hier zunächst durch menschliche Indexierende erzeugt, die die Artikel lesen und die bibliografischen Angaben, Titel und Abstract sowie Einordnungen in ein Klassifikationssystem zu einem Dokument zusammenstellen, das dann in der Datenbank abgelegt wird. Soll nun eine Anfrage an das System gestellt werden, so muss der oder die Anfragende ihren Informationsbedarf in eine bestimmte Form bringen, die vom System bearbeitet werden kann. Im Beispiel aus Abschnitt 1.1.4 war das zunächst die boolesche Anfrage retrieval systems AND multimedia AND images. Aufgabe des Systems ist es jetzt, alle zu dieser Anfrage "passenden" Dokumente zu finden. Dazu werden die von den Indexierenden erstellten Dokumente in Wörter zerlegt und es findet ein Abgleich statt. Die Repräsentation der Artikel durch Dokumente wird also nicht direkt genutzt, um den Vergleich zwischen Anfrage und Dokumenten durchzuführen, sondern aus den Dokumenten werden noch einmal vereinfachte Repräsentationen gemacht, die dann mit der Anfrage verglichen werden. Dieser Vorgang ist in Abbildung 11 dargestellt.
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